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Gelernt: Scribbeln

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Arbeitstisch mit Stiften und Skizzen

Wir sind gut unterwegs! 

Früher habe ich es oft gemacht: Ideen auf Papier mit Stiften visualisieren. Mit der Zeit bin ich da etwas aus der Übung gekommen, weil man heute viele Ideen schneller und einfacher auch mit Bildern aus dem Netz und ein bisschen Bildbearbeitung zeigen kann. Schade, denn für Bewegtbildpräsentationen braucht man das Scribbel dann doch noch.

Scribbeln - das klingt so leichtfüssig, so dahin geworfen, so "mal eben", aus dem Handgelenk, mit links gemacht ... In Wirklichkeit ist es einfach nur harte Arbeit. Besonders in diesem Kurs an der Schule für Gestaltung Bern und Biel.

Schnauf! Ächz! Stöhn!
Bis man erstmal im Klassenraum im obersten Stock ankommt: schnauf. Dann ist es in dem Raum auch noch heiss wie in einer finnischen Sauna: ächz. Schliesslich wird man von Markus Beers Begeisterung für das Skizzieren und Zeichnen, für Design und schöne Dinge, für den besonderen Strich, den tollen Wurf, die geniale Idee schier überwältigt. Und davon angesteckt. Unser Zeichenlehrer liebt ganz offenbar das, was er macht. Das ist toll. Das ist aber auch hart. Denn wir arbeiten pausenlos, fast drei Stunden lang sausen unsere Grafcubes über das Papier: stöhn!

Ach, ist doch ein Kinderspiel.
Genau, und das Spiel geht so: Eine(r) nennt einen Gegenstand. Alle scribbeln ihn auf - nur die notwendigsten Linien verwendend. Dann halten alle ihre "Kunstwerke" hoch. Was bei der Aufgabe "Wasserhahn" leider heftigste Lachkrämpfe bei einigen Teilnehmern auslöst. Zeichne mal selbst einen Wasserhahn mit wenigen Strichen, dann weisst du vielleicht wieso. Egal, es geht weiter. Dann eben lachend, kichernd und glucksend. Nach dem ersten schnellen Wurf, dürfen wir unsere Skizzen weiter ausschmücken. Linien verfeinern, nachziehen, Flächen schattieren. Neue Ideen zum Gegenstand aufs Papier bringen, weitere Entwürfe "andiskutieren", konkretisieren, verfeinern, hervorheben ... Am Ende jeder Runde werden die Arbeiten auf dem Boden ausgelegt und vom Meister "kritisiert". Immer wohlwollend. Zum Glück. 

Die Anstrengung lohnt sich.
Immerhin kann ich nach dem ersten Abend schon ein Velo zeichnen. Auf die Schnelle, aus dem Handgelenk, so mal eben ... Na, ja. Fast. Markus sagt, wir sind auf gutem Weg :-) Ich glaube ihm gerne, schwinge den Stift und übe fleissig weiter. Mal sehen, ob ich am Ende der vier Kurs-Abende wirklich weitergekommen bin ;-) Ich werde es hier dokumentieren. Wenn ich mich traue ...

 

Fortsetzung folgt!

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